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Angeborener Megaösophagus

Werner F. aus Calvia fragt:

Wir wollten einen Welpen aus dem Tierschutz adoptieren, der jetzt ungefähr 6 Wochen alt ist. Jetzt hat man uns gesagt, dass es Probleme mit dem Tier gäbe, weil es eine Missbildung hat, wie sich wohl erst jetzt herausstellte. Es kann nicht auf festes Futter umgestellt werden, weil es angeblich einen Megaösophagus hat. Was können Sie mir dazu sagen?

 

Lieber Werner!


Ein Megaösophagus ist eine Erkrankung der Speiseröhre, die entweder angeborenerweise aufritt oder im Laufe des Lebens aufgrund bestimmter Grunderkrankungen erworben werden kann. Im Fall des beschriebenen Welpen reden wir von einer erblich bedingten Erweiterung der Speiseröhre. In der Regel ist diese Störung durch eine andere Missbildung bedingt, den so genannten persistierenden rechten Aortenbogen. Diese Missbildung entsteht, weil es in der Embryonalentwicklung des betroffenen Hundes zu einer Fehlentwicklung der Hauptschlagader kommt, was dazu führt, dass die Speiseröhre zwischen den großen Gefäßen und einem Band eingeklemmt wird. Es entsteht eine Engstelle. Solange der Welpe säugt bleibt die Fehlentwicklung meist unentdeckt, da Flüssignahrung problemlos passieren kann. Kommt es zur Umstellung auf feste Nahrung, beginnen die Probleme.

Die Striktur im eingeklemmten Teil der Speiseröhre führt dazu, dass der Nahrungsbrei nicht korrekt zum Magen transportiert wird und in der Speiseröhre zurückbleibt. Durch den ständigen Druck der angeschoppten Nahrung kommt es mit der Zeit zu einer Erweiterung der Speiseröhrenwand und zu einer Ausweitung des Organs. Dadurch wird die Funktionalität immer mehr eingeschränkt und die Tiere würgen oft den Futterbrei wieder hervor, da die Engstelle nicht passiert werden kann. Es kommt langsam zu einem Gewichtsverlust und als Komplikation häufig zu einer Lungenentzündung, da Futterbrei in die nahe gelegene Luftröhre gelangen kann. Der angeborene Megaösophagus ist vererbbar. Mit den Elterntieren sollte nicht weiter gezüchtet werden.