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Medikamente gegen Parasiten (Stand 2015)

Lisa T. aus Campos fragt:

Wir wohnen in der Stadt, aber meine Katze ist trotzdem Freigänger. Vor ca. einem halben Jahr hatte sie Flöhe und vor ein paar Wochen habe ich eine Zecke an ihr entfernt. Jedes Mal haben wir danach ein Produkt zur Vorbeugung gegeben, aber jetzt hat sie schon wieder Parasiten. Können Sie mir etwas empfehlen, was auch funktioniert?

 

Liebe Lisa!


Eigentlich funktionieren alle Produkte, die auf dem Markt sind. Wenn auch unterschiedlich und mit unterschiedlicher Effizienz! Zunächst muss ich das Prinzip erklären: Wir geben dem „Wirt“ – also in diesem Fall der Katze – ein „Gift“, das den Parasiten abtöten soll. Dabei muss natürlich darauf geachtet werden, dass diese Chemikalie in einer Dosierung verabreicht wird, die dem Wirt nicht schadet, den wesentlich kleineren Parasiten aber eliminiert oder zumindest dezimiert. Das heißt, das „Gift“ (für den Schmarotzer) verwandelt sich dadurch in ein „Medikament“ (für das Wirtstier). Medikamente haben immer eine begrenzte Wirkungsdauer, da sie vom Organismus „verstoffwechselt“ werden. Das bedeutet, dass sie mit der Zeit verbraucht bzw. abgebaut werden. Danach sind sie im Körper – zumindest als Wirkstoff – nicht mehr vorhanden. Das wird leider auch der Parasit bemerken und sich erneut im Organismus ausbreiten. Entweder durch eine erneute Vermehrung der nach der Behandlung „Überlebenden“ oder durch eine Neuinfektion aus der Umwelt.

Wenn wir also bei unseren Haustieren Medikamente zur Desparasitation anwenden, heißt das nicht, dass sie lebenslang durch diese Mittel geschützt werden oder dass eventuell sogar alle Schmarotzer beseitigt würden. Dazu ist der Angriff dieser Außen- und Innenparasiten viel zu vielschichtig und zu massiv, vor allem in unseren Klimazonen. Um eine effektive und andauernde Parasitenfreiheit zu erhalten, müssen wir uns mit den wirksamen Produkten beschäftigen, die derzeit auf dem Markt zur Verfügung stehen, sowie mit deren korrekten Anwendungsweisen. Dazu möchte ich bemerken, dass es auch einen Grund hat, warum diese Mittel nicht in Einzeldosen, sondern in der Regel in Mehrfachverpackungen angeboten werden. Gibt man seinem Tier ein Medikament dieser Art, sei es als Tablette, Paste, Auftropfpräparat oder Halsband, wird der Inhaltsstoff (also das „Gift“) vom Organismus aufgenommen und der Parasit wird bei seiner Nahrungsaufnahme damit konfrontiert, was normalerweise sein Ende bedeutet. Nach einer gewissen Zeit ist das Medikament aber „aufgebraucht“, wie oben beschrieben, und neu hinzugekommene Schmarotzer werden davon nicht mehr getötet. Plötzlich sehen sie wieder Flöhe, Zecken, Milben oder Würmer an Ihrem Tier. Deswegen müssen diese Produkte – zumindest in der warmen Jahreszeit – kontinuierlich gegeben werden.

Ich gebe Ihnen im Folgenden eine kurze Übersicht über die Vielfalt der Medikamente, die uns zur Verfügung stehen, und vor allem über deren Wirkungsdauer. Beraten Sie zusammen mit Ihrem Tierarzt, welches Mittel für Ihre Tiere und vor allem für die parasitäre Gefährdung am besten geeignet ist und behandeln Sie Ihr Tier entsprechend!

Die gängigsten und (bei uns!) wirksamsten Mittel für Katzen sind derzeit :
Tabletten:
Comfortis (Fa. Elanco) – Flöhe – monatliche Eingabe
Auftropfpräparate („Spot-on“):
Frontline (Fa. Merial): Flöhe/Zecken/Läuse – monatliche Gabe
Stronghold (Pfitzer): Flöhe/Milben/Endoparasiten - monatliche Gabe
Broadline (Fa. Merial): Flöhe/Zecken/Endoparasiten/Herzwürmer – monatliche Gabe