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Adenom Hund

Luna W. aus Mallorca fragt:

Mit Interesse habe ich Ihren Artikel über Perianaltumoren gelesen. Mein Hund hat einen Tumor im Afterbereich (Adenom). Eine Operation wäre möglich. Laut Tierarzt besteht dabei aber die Gefahr, dass der Schließmuskel verletzt wird. Könnte man das Adenom auch durch Abbinden entfernen? Ähnlich wie es in der Humanmedizin mit Hämorriden gemacht wird

 

Liebe Luna!


Bei einem Adenom handelt es sich – im Gegensatz zum Adenokarzinom – um eine gutartige Geschwulst, die aus Drüsengewebe oder aus Schleimhaut hervorgeht. Im Analbereich des Hundes gibt es im Wesentlichen zwei Drüsengruppen, aus denen Adenome entstehen können. Das sind zum einen die apokrinen Drüsen in der Wand der Analbeutel und zum anderen die Perianal- oder Zirkumanaldrüsen, die auch als hepatoide Drüsen bezeichnet werden und bei denen es sich um sehr speziesspezifische Talgdrüsen handelt.

Adenome der Analbeutel sind extrem selten. Adenome der hepatoiden Drüsen kommen dagegen beim Hund häufig vor. Sie können einzeln oder mehrfach auftreten. In der Regel sind sie rund, dem Umfeld gegenüber gut abgegrenzt und frei beweglich. Ist die Diagnose Adenom gesichert, ist der therapeutisch beste Weg die Kastration. Denn es ist belegt, dass Wachstum und Funktion dieser Drüsen von Androgenen und Östrogenen, also von Geschlechtshormonen, gesteuert wird. Nach einer Kastration kommt es in 95 Prozent aller Fälle zum Rückgang des Tumors mit einer sehr guten Prognose.

Ein chirurgischer Eingriff ist nur dann notwendig, wenn das Tier bereits kastriert ist oder die Geschwulst sich als extrem störend erweist. Die Gefahr einer Kotinkontinenz durch eine Schließmuskelverletzung ist dabei je nach Größe und Lage der Umfangsvermehrung unter Umständen gegeben und erfordert durchaus chirurgische Kompetenz. Die Art der individuellen operativen Resektion (evtl. auch Einsatz von Kryo- oder Elektrochirurgie) sollten Sie mit Ihrem Tierarzt besprechen.