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Bissverletzungen und Folgen

Ela aus Deutschland fragt:

Mein Hund hat zirka 5 Tage nach einer Beißerei mit einem Fuchs am Hals ein faustgroßes hängendes Ekzem bekommen, das von der Tierärztin als „nässendes Ekzem“ diagnostiziert wurde. Es wurden Antibiotika gespritzt und er muss sie jetzt auch in Tablettenform einnehmen. Nach Anweisung waschen wir diesen Beutel mit Kernseife ab. Kann man denn da wirklich nichts anderes machen. Der Hund leidet unter dem starken Juckreiz und es sieht sehr akut und groß aus.

 

Liebe Ela!


Nach Ihrer Beschreibung handelt es sich wohl eher um einen geplatzten Abszess als um ein Ekzem. Als Ekzem bezeichnet man eine oberflächliche Entzündung der Haut. Nässt diese Entzündung, muss man davon ausgehen, dass es sich zusätzlich um eine bakterielle Infektion der entzündeten Stelle handelt. Ein Abszess dagegen ist ein mit Eiter gefüllter Hohlraum im Gewebe, was sich eher mit „faustgroß und hängend“ in Zusammenhang bringen lässt. Es wäre auch nicht ungewöhnlich, dass sich ein Abszess nach einer Bissverletzung entwickelt, denn wenn ein mit Bakterien behafteter Zahn die Haut durchdringt, vermehren sich diese Bakterien in der Tiefe des Gewebes explosionsartig und führen zur Eiterbildung. Es kommt zunächst zur Schwellung und entzündlich schmerzhaften Rötung der Stelle. Dann bildet der Organismus eine Kapsel um das abgestorbene Gewebe, um die Umgebung zu schützen. Mit der Zeit „reift“ dieser Abszess und es bildet sich eine Art „Sollbruchstelle“ an der Hautoberfläche. Platzt die Eiterbeule nicht von selbst, muss sie chirurgisch gespalten werden. Eine antibiotische Behandlung ist meistens notwendig, manchmal auch entzündungshemmende Begleitmaßnahmen. Mein Rat wäre, vorausgesetzt dass es sich in Ihrem Fall um ein derartiges Krankheitsbild handelt, den Beutel regelmäßig mit benzylperoxidhaltigen Lösungen zu spülen und den Hund bis zur vollständigen Abheilung antibiotisch zu versorgen.