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Cumarinvergiftung

Rosie Ma. Aus Bayern fragt:

Wir haben früher auf Mallorca gelebt und haben einmal eine Katze. durch Vergiftung verloren. Die hatte gespeichelt und gekrampft und ist dann trotz Behandlung gestorben. Jetzt leben wir in Deutschland auf dem Land und unser Hund war plötzlich schwach hat öfter erbrochen und kam in einen ganz schlechten Zustand. Der Tierarzt hat gesagt, er hätte eine Vergiftung mit Rattengift. Aber er hat nie Krämpfe gehabt oder gespeichelt. Kann das denn sein?

 

Liebe Rosie!


Ja, das kann durchaus sein. Nicht alle Gifte haben die gleiche Wirkung. Als Gift zur Bekämpfung von Schadnagern werden auch in Deutschland sehr häufig so genannte Cumarinderivate eingesetzt. Diese hochwirksamen Stoffe verursachen im Organismus eine starke Blutungsneigung. Bei den Cumarinderivaten der neuen Generation hat man erreicht, dass die Wirkung erst nach einigen Tagen eintritt, so dass insbesondere die verknüpfungsfähigen Ratten keinen Zusammenhang zwischen Giftaufnahme und Giftwirkung herstellen können. Nimmt der Hund das – in der Regel sehr schmackhafte - Gift auf, sei es durch unsachgemäße Lagerung, durch Verschleppung durch die Nagetiere, oder auch durch das Fressen von Nagern, die das Gift aufgenommen hatten, so neigt auch der Hundeorganismus nach einigen Tagen zu inneren Blutungen. Je nach Menge des gefressenen Rattengifts und der betroffenen Organe sind die Symptome unterschiedlich stark ausgeprägt. Wenn der Hund mehrfach kleine Mengen eines Cumarinderivates aufnimmt, können die Krankheitszeichen so dezent und unspezifisch sein, dass man kaum zu einer schnellen Diagnose gelangt. Blässe, Abgeschlagenheit, Futterverweigerung und Erbrechen werden oft über längere Zeit beobachtet. Nicht selten kommt es durch anhaltenden inneren Blutverlust zu irreversiblen Organschäden und zum Tod des Tieres.
Glauben Sie also Ihrem Tierarzt, wenn er den Verdacht auf diese Vergiftungsart geäußert hat und lassen Sie ihn schnellstmöglich eine Behandlung einleiten. Die Prognose einer Cumarin-Vergiftung hängt sehr stark davon zu welchem Zeitpunkt die Vergiftung erkannt und eine Behandlung eingeleitet wird.