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Fundtiere

Larissa S. aus Bahia Grande fragt:

Unsere Nachbarn haben letzte Woche am Müllplatz einen Hund gefangen, der sich dort tagelang rumgetrieben hatte. Niemand kennt den Besitzer und wir wollen ihn eigentlich davor bewahren, im Tierheim zu landen. Wie geht man denn hier vor, wenn man den Eigentümer ausfindig machen will?

 

Liebe Larissa!


Das ist wirklich eine berechtigte Frage, da es doch sehr häufig vorkommt, dass Tiere verloren gehen oder gefunden werden. Zunächst muss festgestellt werden, ob der Hund einen Mikrochip trägt. Das lässt sich mit einem speziellen Lesegerät prüfen, das jeder Tierarzt in der Praxis hat. Auch die örtlichen Polizeiämter sollten damit dienen können. Ist das Tier mit diesem kleinen Datenträger gekennzeichnet, erfährt man über die Tierärztekammer und die Codenummer den eingetragenen Besitzer. Fehlt ein Mikrochip, sollte man auf jeden Fall bei den umliegenden Tierärzten und der entsprechenden Lokalpolizei die Meldung hinterlassen, dass das Tier aufgefunden wurde und wo es untergebracht ist. Auch Aushänge an gut sichtbaren Stellen in der Umgebung können sehr hilfreich sein und führen oftmals zum Erfolg.
Doch was macht man mit dem Tier, wenn sich auch nach intensivem Bemühen kein Besitzer findet und das Fundtier nicht dauerhaft behalten werden kann? Hier auf Mallorca haben nur wenige Gemeinden eigene Tierheime. Die meisten Bezirke lassen aufgefundene Tiere direkt zum städtischen Tierheim Son Reus in Palma bringen. Hier wird das Tier mindestens 3 Wochen gehalten, damit ein Besitzer es zurückholen oder ein neuer Interessent es adoptieren kann. Nach Ablauf dieser 3 Wochen kann das Tier getötet werden.
Neben den öffentlichen Tierheimen gibt es von diversen privaten Tierschutzvereinen Pflegestellen und kleine Heime. Diese Vereine lassen grundsätzlich keine Tiere einschläfern, sondern vermitteln sie oder – wenn sich keine neuen Besitzer finden – behalten sie.
Wenn aber die Möglichkeit besteht, es zumindest für einige Tage oder Wochen zu beherbergen: Die Chancen, auf eigene Faust – per Zeitungsannoncen, Internet und Mund-zu-Mund-Propaganda – neue „Eltern“ zu finden, sind gar nicht so schlecht. Wenn man weiß, dass das Fundstück ein gutes Zuhause bekommt, fällt die Trennung nicht ganz so schwer. Und man hat ein gutes Werk getan, vielleicht sogar ein Tierleben gerettet.