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Leukämie, Hund

Frank W. aus Costa de la Calma fragt:

Unser Schäferhund war in letzter Zeit sehr schlapp und hat ziemlich abgebaut. Man hat jetzt eine erste Blutuntersuchung vorgenommen und den Verdacht auf Leukämie geäußert. Könnten Sie uns das bitte kurz kommentieren?

 

Lieber Frank!


Bei Leukämien handelt es sich um tumoröse Zellwucherungen im Knochenmark des Hundes. Durch dieses unkontrollierte Wachstum kommt es zu einer mehr oder weniger starken Erhöhung von bestimmten Blutkörperchen im Blut des Tieres. Alle Blutzelltypen können betroffen sein, also die roten Blutkörperchen (Erythrozyten), die weißen Blutkörperchen (Leukozyten) oder die Blutplättchen (Thrombozyten). Dementsprechend zeigen sich auch die Krankheitszeichen.
Eine Leukämie kann zwei verschiedene Verlaufsformen haben. Die akute Leukämie ist die aggressivste Form der Krankheit. Hier vermehren sich die tumorös entarteten Zellen äußerst rasant und es findet rasch eine Verdrängung der gesunden Zellen im Knochenmark statt. Die Folgen sind eine stark geschwächte körpereigene Abwehr und eine Blutarmut. Auch die Blutgerinnung ist meist gestört.
Die chronische Leukämie verläuft dagegen wesentlich milder. Durch eine sehr langsame Vermehrung der Tumormasse funktioniert das Knochenmark noch lange Zeit ohne wesentliche Funktionseinschränkungen. Erst im Endstadium kommt es zu den gleichen Ausfällen wie bei der akuten Form. Um die Verlaufsformen dieser Erkrankung zu differenzieren, sind neben Blutuntersuchungen in der Regel auch Knochenmarksuntersuchungen erforderlich.
Bei der chronischen Leukämie gibt es durchaus Möglichkeiten, therapeutisch einzugreifen. Überlebenszeiten von Monaten oder sogar Jahren sind erreichbar. Dagegen ist die Prognose der akuten Leukämie sehr schlecht. Die Tumorzellen entwickeln eine schnelle Resistenz gegenüber den Chemotherapeutika und die Überlebenszeiten der betroffenen Patienten sind leider meistens sehr kurz.