Thema der Woche
NEU!!!
Eurotierklinik
Portal Nous!

Carretera Andratx 43/14
Tel: 971 677 606
Erfolgsstory!
Zahlreiche namhafte Modehersteller wie H&M, ESPRIT, Zara, C&A, Tchibo, Calvin Klein, Hugo Boss und andere sind nach Gesprächen mit PETA aus dem Angora-Geschäft ausgestiegen – und es folgen mehr.
mehr erfahren


Myasthenia gravis

Karina H. aus Costa de la Calma fragt:

Ich wurde bei unserem Tierarzt vorstellig, da mein Hund bei jeglicher Anstrengung sofort müde wird und sehr oft Futter erbricht. Es wurde der Verdacht auf Myasthenie geäußert. Würden Sie mir bitte genau erklären, um welche Krankheit es sich hierbei handelt?

 

Liebe Karina!


Myasthenia gravis (MG) ist eine Autoimmunkrankheit, das heißt eine überschießende Reaktion des Immunsystems auf körpereigenes Gewebe. Sie gehört zu einer Gruppe von neurologischen Erkrankungen, die durch Störungen in der neuromuskulären Erregungsübertragung gekennzeichnet sind und die bei allen Hunderassen vorkommen können.

Im Falle von MG sind die Antikörper gegen den Acetycholinrezeptor gerichtet, einer Struktur im Nervengewebe, die den Neurotransmitter Acetylcholin bindet. Klinisch äußerst sich das in einer belastungsabhängigen Muskelschwäche oder -steifheit, Kopfhalteschwäche (besonders bei Katzen) und mit der Zeit in einer Erschlaffung und Vergrößerung der Speiseröhre, einem so genannten Megaösophagus.

Die Diagnose wird heutzutage durch eine Blutuntersuchung gestellt, die zwar teuer ist und auch nicht von jedem Labor angeboten wird, aber in der Regel ein sehr sicheres Erkennen der Erkrankung garantiert. Dabei werden Antikörper gegen Acetycholinrezeptoren nachgewiesen, die beim gesunden Hund nicht vorhanden sind.

Therapeutisch arbeitet man mit lang wirkenden Cholinesteraseblockern (Pyridostigmin), welche die Wirkung des Enzyms (Acetylcholinesterase) hemmen. Gleichzeitig gibt man das Immunsystem unterdrückende Medikamente, um die Bildung von Autoantikörpern zu senken. In den meisten Fällen handelt es sich dabei um eine lebenslange Therapie. Bereits vorhandene Schäden wie den Megaösophagus muss man bei einer Behandlung besonders berücksichtigen und beispielsweise spezielle Fütterungsmaßnahmen bzw. -vorrichtungen in Erwägung ziehen.