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Chemische Kastration

Iris und Klaus B. aus Deutschland fragen:

Seit 2 Wochen haban wir einen Labradorrüden aus zweiter Hand. „Rudi“ ist 7einhalb Monate jung . Wir würden geren Ihre Meinung dazu hören, ob Sie die normale chirurgische Kastration oder die seit Neuestem mögliche chemische Kastration empfehlen?

 

 Hallo Iris und Klaus!



Dieser so gennante chemische Kastration ist ein Hormonimplantat, das, ähnlich wie ein Mikrochip, mittels einer Spritze unter die Haut eingepflanzt wird. Das bedeutet, dass weder eine Narkose noch sonstige begleitende Massnahmen nötig sind. Das Implantat ist so konzipiert, dass über mehrere Monate kontinuierlich bestimmte Hormonmengen freigesetzt und dem Organismus zugeführt werden, so dass es zu einer vorübergehenden Unfruchtbarkeit des Rüden kommt. Dabei handelt es sich um Hormone, die bestimmte Rezeptoren in der Hirnanhangsdrüse blockieren und in Folge - durch einen Rückkoppelungsmechanismus - die Spermienproduktion im Hoden zum Stillstand bringen. Nachdem der Chip aufgebraucht ist, werden diese Rezeptoren wieder frei und auch die Zeugungsfähigkeit kehrt zurück.Gleichzeitig werden auch andere Testosteron gesteuerte Verhaltensweisen ausgeschaltet, wie beispielsweise ständiges Aufreiten, Revierverhalten, Ausbruchsversuche bei Geruchskontakt mit läufigen Hündinnen etc. Allerdings wird unerwünschtes Verhalten, was auf andere Auslöser zurückzuführen ist, wie Futterneid, verhaltensbedingte Aggressionen u.Ä. durch diese chemische Kastration nicht beeinflusst. Will man also herausfinden, ob unerwünschte Verhaltensweisen testosteronbedingt sind und durch eine Kastration beeinflussbar wären, so eignet sich die Methode der Chipimplantation. Auch alte oder kranke Tiere können durch das Vermeiden einer Vollnarkoser von dieser Methode profitieren. Bei bestimmten Krankheiten, bei denen eine chirurgische Kastration zur Behandlung erforderlich ist, kann der Hormonchip allerdings nicht eingesetzt werden: hierzu zählen  Hodenhochstand, Tumoren der Geschlechtsdrüsen und Perinealhernien.