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Dammbruch Hund

Stefan B. aus Cala Blava fragt:


Unser 16-jähriger Rüde hat seit ein paar Monaten einen Dammbruch. Bis jetzt ist er eigentlich gut damit klargekommen, aber seit kurzem wird die Ausbuchtung immer größer und er scheint auch Schmerzen zu haben. Jedenfalls hat er seit Tagen keinen Kot abgesetzt. Wie sollen wir uns verhalten?

 

Lieber Stefan!


Die Muskulatur des Beckenbodens hat eine Stützfunktion. Kommt es aus irgendwelchen Gründen zu einer Schwächung dieser Muskeln, kann der Druck der inneren Organe des Bauch- und Beckenraums zu einer Dehnung und Trennung der Beckenmuskulatur führen und es entsteht eine Bruchpforte. Durch diese Pforte drängt sich Bauchrauminhalt, der jetzt nur noch durch das Bauchfell geschützt ist.

Von außen sieht man eine Vorwölbung der Haut neben oder unterhalb des Afters. Medizinisch nennt man diesen Zustand eine Perinealhernie. Die ersten Symptome sind in der Regel Kotabsatzschwierigkeiten. Im vorgefallenen Enddarmteil schoppt sich nämlich der Kot an, ohne dass es dem Tier möglich ist, die Bauchpresse einzusetzen und den Enddarm zu entleeren. Unbehandelt vergrößert sich die Bruchpforte nach und nach. Bedrohlich wird der Zustand, wenn innere Organe wie beispielsweise Blase, Darmteile oder Prostata in den Bruchsack verrutschen und dadurch außerhalb des Bauchraums zu liegen kommen.

Die geringste Abschnürung oder auch nur ein teilweises Einklemmen wird dann schnell lebensbedrohlich. Behandeln lässt sich eine Perinealhernie nur chirurgisch. Je länger der Dammbruch schon besteht, desto schwieriger wird allerdings auch die Operation, da man mit der Zeit immer weniger intaktes Gewebe im OP-Bereich vorfindet, was zum Bruchverschluss aber zwingend benötigt wird. Bei alten Hunden und mit zunehmendem Bestand des Bruchs steigt daher das postoperative Rezidiv-Risiko.