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Tumorerkrankungen II

Katrin K. aus Llucmajor fragt:

Kommt es eigentlich häufig vor, dass Hunde und Katzen Tumore bekommen, oder sogar daran sterben?

 

Liebe Katrin!



Ja, das kommt leider sehr häufig vor. Fast die Hälfte aller Hunde, die über 10 Jahre alt werden, erkranken an einem Tumor. Und Tumorkrankheiten zählen auch zu den häufigsten Todesursachen von Hund und Katze.
Der Baustein aller lebenden Gewebe ist die Körperzelle. Jede Körperzellen hat eine bestimmte Funktion und ist teilungs- d.h. vermehrungsfähig. Wenn es plötzlich zu einer unkontrollierten und überschießenden Teilung von bestimmten Körperzellen kommt, sprechen wir von einer Tumorerkrankung. Eine derartige Entartung dieser Zellen führt auch zum Verlust ihrer normalen Funktionsfähigkeit. Ein Tumor kann entweder an einer bestimmten Stelle als Umfangsvermehrung in Erscheinung treten oder er kann im gesamten Körper vorhanden sein, wie es beispielsweise bei Bluttumoren der Fall ist.
Es gibt gutartige und bösartige Tumoren. Ein gutartiger Tumor wächst langsam und beschränkt sich auf ein bestimmtes Organ. Er kann aber trotzdem Probleme bereiten, wenn er nämlich durch seine Größe benachbarte Organe oder Blutgefässe in ihrer Funktion behindert. Ein bösartiger Tumor wächst viel aggressiver und vor allem dringt er in benachbarte Gewebe und Organe ein (= infiltratives Wachstum). Er kann sich über die Blutbahn ausbreiten und an anderen Stellen im Körper weiterwachsen (=Metastasierung).
Auffällige Symptome für eine Tumorerkrankung sind sicht- oder fühlbare Umfangsermehrungen. Nicht heilende Wunden und auffallender Gewichtsverlust können ebenfalls auf einen Tumor hinweisen. Meistens sind tumorbegleitende Krankheitsanzeichen aber komplex und nicht eindeutig. Vitalitätsverlust, Lahmheiten, Kotabsatzbeschwerden, Blutungen, Bewegungsunlust, Appetitlosigkeit oder Heißhunger sind Beispiele dafür, wie sich ein Tumor ankündigen könnte.
Diagnostiziert wird ein Tumor durch eine klinische Untersuchung mit genauem Abtasten, durch Blutanalysen oder durch bildgebende Verfahren, wie Röntgen- und Ultraschalluntersuchung. Kategorisiert wird er durch die Entnahme von Gewebeproben (= Biopsien) mit anschließender Untersuchung der Zellen im Labor.
Gutartige Tumoren können in der Regel chirurgisch entfernt werden und erfordern keine aggressive Begleittherapie. Bösartige, infiltrativ wachsende Tumoren erfordern neben einer Operation oftmals auch eine Chemotherapie. Manche Tumoren müssen sogar mittels Bestrahlung behandelt werden, was allerdings nur in Spezialkliniken möglich ist.