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Vergiftungen II

Karl-Heinz D. aus Son Severa fragt:

Wir waren am Wochenende mit unserem Hund im Notdienst, weil er Schaum erbrach, zitterte und schaumigen Durchfall hatte. Wir sprechen noch nicht so gut Spanisch, aber ich vermute man fragte uns, ob der Hund Gift gefressen hätte. Was kann denn giftig für das Tier sein?

 

Lieber Karl-Heinz!


Da gibt es sehr viele Möglichkeiten. Vergiftungen sind in der Tat ein häufiger Notfall in der Tiermedizin. Es ist für den Tierarzt sehr wichtig zu wissen, um was für ein Gift es sich handeln könnte, denn leider ist anhand der Symptomatik nicht immer eindeutig zu erkennen, ob es sich um eine Vergiftung handelt und wenn, welche Giftstoffklasse die Ursache sein könnte. Kennt man die chemische Herkunft des Giftes, kann man viel gezielter therapieren und unter Umständen sogar ein Gegengift verabreichen.
Ein großer Teil der Vergiftungsfälle werden durch Produkte für Landwirtschaft und Gartenbau bzw. bei der Schädlingsbekämpfung verursacht. An erster Stelle steht die Aufnahme von Ratten- und Mäusegift, wobei es sich chemisch meistens um Chloralosen oder Cumarinderivate handelt. Auch Schneckengift (Mathaldehyde) und Insektenvertilgungsmittel (oft Carbamate) werden gefressen oder abgeleckt. Meist nehmen diese Vergiftungen einen schweren bis tödlichen Verlauf.
Vergiftungen durch das unbeabsichtigte Schlucken von Arzneimitteln bilden die nächste Gruppe von häufig vorkommenden Vergiftungen. Antidepressiva, Herz-Kreislaufmedikamente und Schmerzmittel wie Paracetamol können – übrigens insbesondere für Katzen – rasch tödlich verlaufen.
Auch Tierarzneimittel wie beispielsweise Präparate, die zur Bekämpfung von Ektoparasiten aufgetragen werden, können bei Aufnahme oder falscher Anwendung (Hundepräparate für Katzen o. Ä.) schwere Vergiftungen verursachen.
Denken Sie bei Ihrer Suche nach einer möglichen Giftquelle unbedingt auch an Haushaltsprodukte wie Seifen, Konservierungsmittel, Desinfektionsmittel, Düngemittel und letztlich auch an giftige Pflanzen wie beispielsweise Oleander oder Rizinus, die hierzulande häufig vorkommen.
Jeder Hinweis auf eine in Frage kommende Giftstoffklasse kann Ihrem Tierarzt bei der Behandlung Ihres Tieres enorm weiterhelfen.